Unser Weg zu guter Bildung

Schulprogramm der Gemeinschaftsschule NeumĂŒnster-Brachenfeld mit Oberstufe

Dieses Schulprogramm basiert auf der ersten Fassung von 2002, die 2007 geprĂŒft und ĂŒberarbeitet wurde. Es wurde im Herbst 2017 von der Schulentwicklungsgruppe und nachfolgend von den Gremien erneut ĂŒberarbeitet und von der Schulkonferenz am 12.12.2017 verabschiedet. Es soll – so lautet der ursprĂŒngliche Beschluss aus dem Jahre 2002 – alle fĂŒnf Jahre geprĂŒft werden.

Das sind wir

Unsere Schule ging im Jahre 1971 als erste Gesamtschule in Schleswig-Holstein an den Start. Sie war damals eine von fĂŒnf Modellschulen, die sich als Antwort auf die am Ende der 1960er Jahre von vielen Wissenschaftlern prophezeite „Bildungskatastrophe“ verstanden. Hier sollten Kindern die Möglichkeit bekommen, den ihrer Begabung, ihren FĂ€higkeiten und Neigungen entsprechenden Schulabschluss zu erreichen, unabhĂ€ngig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sollten dazu befĂ€higt werden, ihre Rolle als BĂŒrgerinnen und BĂŒrger frei und verantwortlich zu ĂŒbernehmen. Neben der Vermittlung von Wissen und Methoden stand das soziale Lernen im Mittelpunkt des pĂ€dagogischen Handelns.

Diesen Zielen fĂŒhlen wir uns nach wie vor verpflichtet. Mit dem Eintritt ins 21. Jahrhundert ist ein weiteres Kernanliegen die BefĂ€higung der Kinder und Jugendlichen fĂŒr eine verantwortungsbewusste Teilhabe in der digitalen Welt.

Bei ihrer GrĂŒndung hieß unsere Schule noch „Integrierte Gesamtschule NeumĂŒnster“, kurz: „IGS“. Diesen Namen trĂ€gt sie im Volksmund bis heute, obwohl sie sich im Jahre 2015 – nicht ganz freiwillig, im Zuge der landesweiten Umwandlung der alten Gesamtschulen in Gemeinschaftsschulen – den neuen Namen „Gemeinschaftsschule NeumĂŒnster-Brachenfeld“ gab.

In der Stadt NeumĂŒnster ist „die IGS“ anerkannt und gut etabliert.

Nach wie vor gehört diese Schule zu den grĂ¶ĂŸten im Lande: Unter unserem Dach lernen rund 1300 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler (davon 300 in der Oberstufe), die von rund 100 LehrkrĂ€ften aller Laufbahnen unterrichtet und von unserem Team in der Schulsozialarbeit, dem SchulpĂ€dagogischen Team, begleitet werden. Die AtmosphĂ€re im Kollegium ist geprĂ€gt von großer Offenheit und der Bereitschaft, zusammenzuarbeiten.

In der Sekundarstufe I sind wir sechszĂŒgig, in der Sekundarstufe II vier- bis fĂŒnfzĂŒgig. In jedem Jahrgang der Klassen 5-9 gibt es zwei oder drei Inklusionsklassen mit zieldifferentem Lernangebot sowie eine Sportklasse. In der Oberstufe bieten wir fĂŒnf bis sechs Profile pro Jahrgang an.

Trotz dieser GrĂ¶ĂŸe ist die AtmosphĂ€re bei uns ausgesprochen familiĂ€r. Das liegt sicherlich auch daran, dass zwischen Erwachsenen und Kindern oder Jugendlichen oft ein besonderes VertrauensverhĂ€ltnis besteht. Dies auch in Zeiten eines rauer werdenden gesellschaftlichen Klimas zu bewahren ist unser tĂ€gliches Anliegen.

Als gebundene Ganztagsschule haben wir jahrzehntelange Erfahrung und bewĂ€hrte Strukturen: Wir unterrichten nicht nur in heterogenen Lerngruppen, sondern der Unterricht findet in einigen FĂ€chern in leistungshomogeneren Lerngruppen (Kursen) statt, damit wir allen Lernniveaus gerecht werden können. Er endet montags, mittwochs und donnerstags regulĂ€r um 15:15 Uhr, dienstags und freitags um 13:10 Uhr. FĂŒr die Mittagspausen bieten wir den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern eine große Mensa mit einem vielfĂ€ltigen Essensangebot, eine BĂŒcherei sowie rund 40 verschiedene Neigungsgruppen, von Basteln und Schreiben ĂŒber Schach und Computer, Aquarien und Schildkröten bis hin zu vielen verschiedenen Sportarten.

Bei uns kann man alle allgemeinbildenden AbschlĂŒsse erreichen: den Förderschulabschluss, den Ersten allgemeinbildenden Abschluss (ESA) nach der 9. Klasse, den Mittleren Schulabschluss (MSA) nach der 10. Klasse, die Fachhochschulreife nach der 12. Klasse und das Abitur nach der 13. Klasse.

Solange es Grundschulprognosen gab, setzten sich unsere JahrgĂ€nge zu je einem Drittel aus hauptschul-, realschul- und gymnasialempfohlenen Kindern zusammen. Auf diese gute Mischung, die fĂŒr das Gelingen von gemeinsamem Lernen wichtig ist, legen wir auch weiterhin großen Wert.

Wir sind Ausbildungsschule fĂŒr alle Lehramtslaufbahnen. Jedes Jahr absolvieren mehrere junge LehrkrĂ€fte bei uns ihren Vorbereitungsdienst („Referendariat“), und viele Kolleginnen und Kollegen haben die Fortbildung zur Ausbildungslehrkraft abgeschlossen. Um die Referendarinnen und Referendare optimal zu betreuen, haben wir einen Ausbildungskoordinator.

Charakteristisch fĂŒr unsere Schule ist die aktive Elternschaft. Sie bringt sich nachhaltig in den Klassen, im Schulelternbeirat, in der Schulkonferenz, bei den einzelnen Fachgruppen-Sitzungen und bei den großen Sportveranstaltungen und Schulfeiern intensiv und mit viel Herzblut ein. DarĂŒber hinaus trĂ€gt und finanziert sie den „Elternfonds“ der Schule und generiert darĂŒber MitgliedsbeitrĂ€ge und Spenden, um das Schulleben gemeinnĂŒtzig durch finanzielle UnterstĂŒtzung besonderer Projekte, Anschaffungen oder Veranstaltungen zu fördern, die aus öffentlichen Mitteln nicht oder nicht in der angestrebten Form möglich wĂ€ren. Sie trĂ€gt damit entscheidend zum Gelingen von Integration und Schule bei.

Wie die Eltern, so sind auch die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler bei uns engagiert: Es gibt eine gut organisierte, aktive SchĂŒlervertretung, die sich auch auf Landesebene einbringt, und regelmĂ€ĂŸig tagt das SchĂŒlerparlament. Wir legen Wert darauf, dass die SchĂŒlervertretung ihr Mitbestimmungsrecht aktiv wahrnimmt; deshalb trifft sich die SV regelmĂ€ĂŸig mit der Schulleitung und ist in allen Gremien vertreten.

Sport, Musik, Theater und Kunst werden bei uns großgeschrieben, und charakteristisch fĂŒr diese Schule sind auch die RĂ€umlichkeiten: Wir haben nicht nur große helle KlassenrĂ€ume mit Teppichboden, sondern beispielsweise auch einen professionell ausgestatteten Theatersaal, gut ausgestattete Fach- und MaterialrĂ€ume, großzĂŒgige SportstĂ€tten und eine moderne SchulkĂŒche.

Nicht zuletzt besitzen und pflegen wir ein eigenes Schullandheim: ein charmantes altes Schulhaus in Gulde, einem Dorf nahe Kappeln, das Platz fĂŒr eine Klasse bietet. An diesem herrlichen Ort ist eine Klasse ganz fĂŒr sich und organisiert ihren Alltag selbst, Kochen und Putzen inbegriffen. Alle 5. Klassen fahren hierher, um sich nĂ€her kennenzulernen, aber auch Ă€ltere JahrgĂ€nge kommen gerne fĂŒr einen Kurztripp nach Gulde, z.B. fĂŒr die Abiturvorbereitung.

Die „Urgesteine“ der IGS, die sie mit aufgebaut haben, sind in den letzten Jahren nach 30 bis 40 Jahren an dieser Schule in den verdienten Ruhestand gegangen. Neue Kolleginnen und Kollegen rĂŒcken nach und verjĂŒngen die Lehrerschaft und das SchulpĂ€dagogische Team. Das ist eine große Chance, denn die Jungen bringen neue Ideen mit, die unsere Schule fit fĂŒr das 21. Jahrhundert machen. Zugleich wollen wir aber den „Geist der IGS“ bewahren, d.h. das Besondere unserer Schule erkennbar machen und weitergeben: den wertschĂ€tzenden Umgang miteinander.

Zu den besonderen Eigenarten unserer Schule gehört nicht zuletzt, dass viele Erwachsene und Kinder, die hier lernen und arbeiten, sich stark mit der Schule identifizieren und sich ausgesprochen wohl fĂŒhlen. Ehemalige SchĂŒlerinnen und SchĂŒler kommen gerne zurĂŒck, sei es zu den Schulfesten, fĂŒr ein Praktikum, als LehrkrĂ€fte oder um spĂ€ter ihre eigenen Kinder bei uns anzumelden.

Das wollen wir

Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche „fit fĂŒrÂŽs Leben“ zu machen. Sie sollen ein aktiver Teil der gegenwĂ€rtigen und auch der zukĂŒnftigen Gesellschaft werden.

  • Wir wollen Kindern und Jugendlichen eine umfassende Bildung vermitteln.

Wir verstehen Bildung in einem umfassenden Sinn: kognitiv und methodisch ebenso wie sozial-emotional. Kinder und Jugendliche erhalten bei uns sowohl ein umfassendes Fach- und Allgemeinwissen und eine zukunftsorientierte Methodenkompetenz als auch die Ausbildung ihrer sozial-emotionalen FĂ€higkeiten.

  • Wir wollen Kinder und Jugendliche auf die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft vorbereiten.

Uns ist es wichtig, unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler zu einem verantwortungsvollen und qualifizierenden Umgang mit digitalen Medien, Werkzeugen (wie z.B. Tablets) und Kommunikationsplattformen zu befĂ€higen. Unser Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen auf die zukĂŒnftig stark verĂ€nderte digitale Gesellschaft vorzubereiten und sie so zu einer aktiven und verantwortlichen Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, beruflichen und wirtschaftlichen Leben zu befĂ€higen.

  • Wir wollen Kindern und Jugendlichen die Chance geben, unabhĂ€ngig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft den fĂŒr sie bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen.

Bei uns ist Schule ein Ort, an dem man gerne ist und an dem man ohne Angst lernen kann. Hier werden junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsensein begleitet und gefördert, ermutigt und gefordert.

 

  • Wir wollen Kinder und Jugendliche dazu befĂ€higen, selbstbestimmt und reflektiert zu leben.

Uns ist wichtig, dass unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihr eigenes Denken und Handeln ebenso wie ihre Umwelt hinterfragen. Sie sollen Selbstbewusstsein, Offenheit und Kontaktbereitschaft entwickeln und in der Gesellschaft gut bestehen.

  • Wir wollen Kinder und Jugendliche dazu erziehen, sich respektvoll zu verhalten und sich fĂŒr die Gemeinschaft zu engagieren.

Bei uns stehen TeamfĂ€higkeit, WertschĂ€tzung und die FĂ€higkeit zur rationalen Konfliktlösung im Mittelpunkt des pĂ€dagogischen Handelns. Wir arbeiten darauf hin, dass unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler SolidaritĂ€t, Zivilcourage und den Mut zur Freiheit beweisen.

Das tun wir

Um unsere Ziele erreichen zu können, orientieren sich alle an unserer Schule Beteiligten in ihrem tÀglichen Handeln an den folgenden Leitlinien:

 

3.1 Unsere Lehrerinnen und Lehrer

  • Sie grĂŒnden ihre AutoritĂ€t auf Überzeugungskraft, Fachwissen und pĂ€dagogische FĂ€higkeiten.
  • Sie motivieren die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler durch Zuwendung und BestĂ€tigung.
  • Sie bemĂŒhen sich um ein Klima von Freundlichkeit und gegenseitigem Respekt, in dem keine Schulangst entsteht.
  • Sie sind offen fĂŒr GesprĂ€che, pĂ€dagogische Diskussionen und VerĂ€nderung.
  • Sie reflektieren ihr Handeln und sie bilden sich fort.
  • Sie geben klare Orientierungspunkte fĂŒr das Verhalten und machen diese –  wie auch die BewertungsmaßstĂ€be – fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern transparent.
  • Sie bevorzugen Unterrichtsformen, die SelbststĂ€ndigkeit und Verantwortungs-bewusstsein fördern.
  • Sie erstreben einen Ausgleich von Benachteiligungen einzelner SchĂŒlerinnen und SchĂŒler oder SchĂŒlergruppen.
  • Sie arbeiten, wenn erforderlich,  differenziert und individualisiert.
  • Sie gestalten im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Schulleben mit, und sie ermutigen Eltern wie auch SchĂŒlerinnen und SchĂŒler zu demokratischer Mitwirkung.

 

3.2 Unsere SchulpĂ€dagoginnen und –pĂ€dagogen

  • Sie begleiten alle Klassen vom ersten Schultag bis zum Abschluss und stehen den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern als Ansprechperson zur Seite.
  • Sie bauen tragende Bindungen zu den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern auf und pflegen diese durch einen engen Kontakt im Schulalltag.
  • Sie nehmen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in ihrer Einzigartigkeit und Besonderheit wahr und helfen ihnen, sich in ihrer Klasse und an der Schule wohlzufĂŒhlen und  sich als einen wichtigen Teil dieser Schule zu erkennen.
  • Sie bestĂ€rken die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler darin, fĂŒr sich selbst Verantwortung zu ĂŒbernehmen und ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.
  • Sie beraten und begleiten Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitung in ihrem pĂ€dagogischen Handeln und unterstĂŒtzen diese in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag.

 


3.3 Unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler

  • Sie entfalten durch Lernbereitschaft ihre Begabungen und schöpfen ihre Leistungs­möglichkeiten aus.
  • Sie beachten die Rechte der anderen und die gemeinsamen Regeln und sie behandeln alle anderen mit Respekt, Gleichaltrige ebenso wie Ältere und JĂŒngere.
  • Sie sind bereit, mit anderen zusammenzuarbeiten und anderen zu helfen.
  • Sie gehen mit dem Lernmaterial ebenso wie mit den RĂ€umen und deren Ausstattung pfleglich und verantwortungsvoll um.
    • Sie gestalten im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Schulleben mit.

 

3.4 Unsere Eltern 

  • Sie unterstĂŒtzen ihr Kind in allen schulischen Belangen und sind interessiert an dessen Werdegang.
    • Sie sind offen und kooperieren mit den LehrkrĂ€ften zum Wohle ihres Kindes.
    • Sie gestalten im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Schulleben mit, und sie ermutigen ihre Kinder zu demokratischer Mitwirkung.

 

3.5  Unsere Hausmeister und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und der BĂŒcherei

  • Sie sind geduldig und hilfsbereit im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen.
  • Sie arbeiten gut mit den Lehrerinnen und Lehrern zusammen.
  • Sie gestalten im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Schulleben mit.

 

 

3.6 Unsere Strukturen und Prozesse

GenĂŒgend Zeit geben

Unsere Schule lÀsst den Kindern und Jugendlichen Zeit, denn nur so kann eine gute und gesunde Entwicklung zum Erwachsensein gelingen.

Wir lernen und arbeiten im 90-Minuten-Takt

Denn diese Rhythmisierung erlaubt es uns, in den Unterrichtsstunden in Ruhe zu arbeiten, vielfĂ€ltige schĂŒlerorientierte Unterrichtsmethoden anzuwenden und Pausen dann zu machen, wenn es fĂŒr eine Gruppe passt. Außerdem haben wir weniger verschiedene FĂ€cher am Tag und deutliche Pausen und daher weniger Vorbereitungsaufwand und weniger GepĂ€ck – Letzteres ist nicht nur fĂŒr die Kleinen wichtig.

Wir bereiten in neun Jahren auf das Abitur vor.

Denn das Modell „G-9“ erlaubt es Jugendlichen, sich außerhalb des Unterrichts zu engagieren und neue Erfahrungen zu sammeln. Außerdem ermöglicht es auch SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, die wenig hĂ€usliche UnterstĂŒtzung haben, das Abitur zu schaffen.

Wir halten den Schulabschluss offen.

Denn die schulische Entwicklung von Kindern verlĂ€uft nicht immer gradlinig. Deshalb fĂ€llen wir keine vorschnellen Urteile darĂŒber, welchen Schulabschluss sie erreichen können. Auch innerhalb der Ă€ußeren Differenzierung sind Kurswechsel immer möglich.

Erst ab Klasse 8 erhalten SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit jedem Zeugnis eine Prognose darĂŒber, welcher Schulabschluss bei dem derzeitigen Leistungsstand erreichbar ist; diese Prognose kann sich natĂŒrlich immer wieder Ă€ndern.

 

Stabile Beziehungen aufbauen

Unsere Schule ermöglicht langfristige persönliche Beziehungen, denn gute Bindungen sind die Grundlage einer guten Bildung.

Die Klassen bleiben zusammen.

Denn zum einen ist es wichtig, dass Kinder lernen, sich aufeinander einzulassen und Konflikte zu bewĂ€ltigen. Zum anderen braucht es Zeit, eine gute Gruppenstruktur aufzubauen, d.h. alle dazugehörigen Phasen von der anfĂ€nglichen Unruhe ĂŒber das Aushandeln von Regeln und Normen bis zur ruhigen, guten Zusammenarbeit zu durchlaufen. Nicht zuletzt wird durch das Miteinander unabhĂ€ngig von Begabung und sozialer oder kultureller Herkunft das Soziale Lernen gefördert.

Deshalb bleibt jede Klasse bis zum Ende der 10. Jahrgangsstufe als Gruppe zusammen, auch wenn nach der 9. Klasse diejenigen hinausgehen, die die Schule mit dem Ersten Allgemeinbildenden Abschluss (ESA) oder mit dem Förderschulabschluss verlassen.

In den Klassen 5 und 6 werden alle Kinder im Klassenverband gemeinsam unterrichtet. In den FĂ€chern Weltkunde, Kunst, Musik und Sport werden die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sogar bis zum Ende der 10. Klasse gemeinsam unterrichtet. Damit sich niemand langweilt und niemand ĂŒberfordert wird, arbeiten wir binnendifferenziert.

Die Klassen werden im Team geleitet.

Denn gute Bildung braucht als Fundament eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden.

Deshalb wird bei uns eine Klasse vom 5. bis zum 10. Jahrgang wenn irgend möglich von demselben Team aus zwei gleichberechtigten KlassenlehrkrĂ€ften geleitet, die jeweils von einem Mitglied des SchulpĂ€dagogischen Teams und ggf. auch von einer FörderschulIehrkraft unterstĂŒtzt werden. In den unteren Jahrgangsstufen soll der Unterricht außerdem durch möglichst wenige LehrkrĂ€fte („Klassenteams“) abgedeckt werden.

Auch in der Oberstufe ist uns eine stabile Klassenleitung wichtig.

Die Klassen werden durch unser SchulpÀdagogisches Team eng begleitet.

Die Tatsache, dass LehrkrĂ€fte auch benoten, fĂŒhrt manchmal dazu, dass Kinder sich ihnen nicht in vollem Maße anvertrauen mögen, und manchmal brauchen LehrkrĂ€fte Tipps und Ideen fĂŒr den Umgang mit bestimmten Kindern.

Deshalb wird bei uns jede Klasse von einer SchulpĂ€dagogin oder einem -pĂ€dagogen begleitet. Im Rahmen einer Kennenlernphase in Klasse 5 und in Projekten stellen sie zu den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern Kontakt her, so dass sie im Bewusstsein der Kinder als Ansprechpartnerinnen oder -partner verankert sind. Auch wenn sie Ă€lter sind, können sich SchĂŒlerinnen und SchĂŒler immer an „ihre“ SchulpĂ€dagogin oder „ihren“ SchulpĂ€dagogen wenden, um Rat oder Hilfe zu bekommen.

Individuelle Wege eröffnen

Unsere Schule stellt sich in der Differenzierung und Spezialisierung breit auf, denn das erlaubt uns, die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihren individuellen Begabungen entsprechend voranzubringen.

Wir richten in einigen FĂ€chern leistungshomogenere Lerngruppen ein.

Denn wegen der KomplexitĂ€t des Lernstoffs erscheint uns der gemeinsame Unterricht nicht uneingeschrĂ€nkt sinnvoll. Wir stellen so ein gutes fachliches Niveau sicher und gewĂ€hrleisten, dass leistungsschwĂ€chere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nicht ĂŒberfordert und die leistungsstĂ€rkeren gleichzeitig hinreichend auf die Oberstufe vorbereitet werden.

Diese Ă€ußere Differenzierung nehmen wir ab Klasse 7 vor in Mathematik und Englisch, ab Klasse 8 in Deutsch und ab Klasse 9 auch in den Naturwissenschaften. Ob auf zwei oder auf drei Niveaus differenziert wird, hĂ€ngt von der Zusammensetzung der betreffenden Klassen ab; es wird von den FachlehrkrĂ€ften entschieden.

Wir machen ein breites Angebot in den WahlpflichtfÀchern.

Denn wir möchten, dass sowohl kognitive als auch musische und handwerkliche Begabungen zur Entfaltung kommen können.

Als erstes Wahlpflichtfach stehen ab Klasse 7 zur Wahl: Latein, Französisch, Spanisch, Technik, Wirtschaftslehre/Hauswirtschaft.

Das Angebot fĂŒr das zweite Wahlpflichtfach ab Klasse 8 variiert von Technik und EDV ĂŒber Hauswirtschaft, Textiles Werken und Darstellendes Spiel bis hin zu Berufsorientierung und einer SchĂŒlerfirma.

Wir bieten in der Oberstufe eine große FĂ€cherauswahl an.

Denn wir möchten, dass alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit den ihren Interessen entsprechenden FĂ€chern das bestmögliche Abitur schaffen können.

In der Regel bieten wir die Profile Geschichte, Wirtschaft/Politik, Chemie, Biologie, Musik und Sport an. Ab dem Schuljahr 2018/19 wird außerdem ein Ă€sthetisches Profil mit dem Profilfach Kunst dabei sein.

Wichtig ist uns, dass die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler frei entscheiden, ob sie Kunst oder Musik, Religion oder Philosophie und Chemie, Biologie oder Physik wĂ€hlen wollen.

 

VielfĂ€ltige UnterstĂŒtzung geben

Unsere Schule gibt vielfĂ€ltige individuelle UnterstĂŒtzung, denn wir wollen nicht auslesen, sondern Chancen eröffnen und Teilhabe ermöglichen.

Wir bieten viele  Beratungs- und Fördermöglichkeiten an und haben ein besonderes Augenmerk darauf, Benachteiligungen abzubauen.

Wir wollen uns dem erschreckend starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulabschluss, den internationale Bildungsstudien Deutschland immer wieder attestieren, entgegenstellen. DarĂŒber hinaus wollen wir Kindern und Jugendlichen helfen, individuelle Hemmnisse, die dem fĂŒr sie bestmöglichen Abschluss im Wege stehen, zu bewĂ€ltigen. Ein spezielles Anliegen ist es uns außerdem, die besonders begabten oder interessierten Kinder im Blick zu haben und zu fördern.

  • SchulpĂ€dagogisches Team:

Das SchulpĂ€dagogische Team steht den LehrkrĂ€ften und der Schulleitung in pĂ€dagogischen Fragen und Anliegen beratend und begleitend zur Seite. Es bietet seine fachliche UnterstĂŒtzung an, um gemeinsam frĂŒhzeitig Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und Familien bei familiĂ€ren und schulischen Problemen zu unterstĂŒtzen und ggf. weitere Hilfsangebote zu vermitteln. Die SchulpĂ€dagoginnen und -pĂ€dagogen können bei Elternabenden und

-gesprÀchen hinzugezogen werden, um die Sicht der KlassenlehrkrÀfte zu ergÀnzen.

Durch die schulpĂ€dagogischen Angebote und den intensiven Kontakt, den das SchulpĂ€dagogische Team zu den Kindern und Jugendlichen unserer Schule pflegt, werden die besonderen FĂ€higkeiten und StĂ€rken wie auch die individuellen BedĂŒrfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten einzelner SchĂŒlerinnen und SchĂŒler noch besser sichtbar. Auf dieser Grundlage passen die SchulpĂ€dagoginnen und -pĂ€dagogen ihre Angebote bedarfsorientiert an und entwickeln fortwĂ€hrend neue soziale Trainings.

 

  • Begabungsförderung:

Als zertifiziertes Mitglied des Netzwerks „Schleswig-Holstein inklusive Begabungsförderung“ (SHiB) haben wir ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche, die fachlich-kognitiv oder sozial-emotional auffallend begabt sind. FĂŒr sie bieten wir im Unterricht und außerhalb des Unterrichts spezielle Förderung an, wie z.B. die Vorbereitung und DurchfĂŒhrung der Mathematik-Oympiade und der Matherallye, das Experimentiertreffen fĂŒr Kinder oder die Lernpatenschaften, in denen begabte Kinder und Jugendliche schwĂ€chere regelmĂ€ĂŸig unterstĂŒtzen. Die als Lerncoach ausgebildete Leiterin der Gruppe steht darĂŒber hinaus Eltern hochbegabter Kinder beratend zur Seite.

  • Hausaufgabenbetreuung:

FĂŒr Kinder der unteren Jahrgangsstufen bieten wir immer eine Hausaufgabenbetreuung in der Mittagspause oder unmittelbar im Anschluss an einen kurzen Schultag an.

  • LRS-Förderung:

Wir ĂŒberprĂŒfen bei allen Kindern in der 5. Klasse ihre Rechschreibkompetenz und bstimmen auf dieser Grundlage, wer auf eine Lese-RechtschreibschwĂ€che hin ĂŒberprĂŒft werden soll. Die Betroffenen werden an unserer Schule professionell ĂŒberprĂŒft und wir fördern sie  – zusammen mit den bereits förmlich anerkannten legasthenen Kindern – einmal wöchentlich in Kleingruppen in einer parallel zum Deutschunterricht liegenden LRS-Stunde. Außerdem legen wir großen Wert auf einen individuell geeigneten Nachteilausgleich fĂŒr die Betroffenen.

  • Berufseinstiegsbegleitung[1]
  • Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter:

Uns ist es wichtig, mit den Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern gut zusammenzuarbeiten, denn nur wenn sie sich wohl fĂŒhlen, können sie die ihnen anvertrauten Kinder optimal unterstĂŒtzen.

 

Wir sind in der Inklusion gut aufgestellt.

In der Inklusion blicken wir inzwischen auf eine lange Erfahrung zurĂŒck, denn wir unterrichten seit 2011 Kinder mit anerkannten Förderbedarfen in unseren Klassen. Die meisten dieser Kinder haben den Förderbedarf „Lernen“.

Um diese Kinder und Jugendlichen optimal unterstĂŒtzen zu können, richten wir Inklusionsklassen ein. Diese haben jeweils nur 20 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler (in den anderen Klassen sind es regulĂ€r 26). Von diesen 20 haben bis zu fĂŒnf SchĂŒlerinnen oder SchĂŒler einen anerkannten Förderbedarf „Lernen“. In jedem Jahrgang haben wir zwei bis drei Inklusionsklassen.

Unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler mit Förderbedarfen werden im Klassen- oder Kursverband mit den anderen zusammen unterrichtet, und es stehen ihnen in relativ vielen Stunden ausgebildete FörderlehrkrĂ€fte zur Seite. Dabei kooperieren wir gut mir der Gustav-Hansen-Schule, der hiesigen Förderschule. Im Schuljahr 2017/18 unterrichten bei uns insgesamt sieben FörderlehrkrĂ€fte, von denen vier ausschließlich beim uns tĂ€tig sind und nicht an verschiedenen Schulen eingesetzt werden.

 

Wir legen großen Wert auf PrĂ€vention.

Denn dadurch tragen wir dazu bei, dass Kinder selbstbewusst und konfliktfĂ€hig werden, sodass sie Gewalt und Sucht widerstehen und den Mut entwickeln, sich fĂŒr sich selbst und andere einzusetzen.

Die Basis der PrĂ€ventionsarbeit an unserer Schule besteht aus einer Vielzahl von Angeboten des SchulpĂ€dagogischen Teams. Dazu zĂ€hlen u.a. Klassenprojekte, Sozialtrainings und themenbezogene Arbeit mit einzelnen SchĂŒlergruppen. Mit besonderem Schwerpunkt auf die JahrgĂ€nge 5 und 6 werden hier Grundlagen fĂŒr das Miteinander in der Klasse erarbeitet und trainiert sowie persönliche StĂ€rken und FĂ€higkeiten der einzelnen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler herausgearbeitet.

FĂŒr weitere PrĂ€ventionsbausteine arbeiten wir eng mit außerschulischen Experten zusammen, wie z.B. mit der Polizei oder „pro familia“. Die Themen der PrĂ€ventionseinheiten sind folgende:

Eine lange Tradition haben bei uns die DrogenprĂ€vention und die SexualaufklĂ€rung. Mit verschiedenen SĂŒchten beschĂ€ftigen sich die Kinder eine ganze Woche lang im Rahmen der Vorhabenwoche[2] in Klasse 7. Die SexualprĂ€vention findet jeweils altersangemessen in Klasse 6 und Klasse 9 statt.

Weil wir „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“[3] sind, gehört auch die Schulung der Zivilcourage sowie die Gewalt- und MobbingprĂ€vention in den Klassen 7 und 8 fĂŒr uns dazu. FĂŒr die Klassen 10 und 12 ist uns die AufklĂ€rung ĂŒber politischen Extremismus wichtig.

In den letzten Jahren hat sich die Schulung der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit den digitalen Medien als weiterer Schwerpunkt herausgebildet: In diesem Bereich bieten wir bereits fĂŒr Klasse 5 verschiedene Neigungsgruppen an, in denen die Kinder lernen, bewusst mit diesen Medien umzugehen, und in Klasse 6 beschĂ€ftigen sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in der Vorhabenwoche[4] mit der Frage, wie man sich gut und sicher in der digitalen Welt bewegt.


Wir legen die Berufsorientierung breit an.

Denn wir wollen, dass alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler langfristig Perspektiven fĂŒr ihr Berufsleben entdecken. Beginnend in Klasse 8 fĂŒhren wir die Jugendlichen sukzessive und bestĂ€ndig an die Frage nach ihren StĂ€rken und SchwĂ€chen heran und motivieren sie, ĂŒber ihre Vorstellungen von Berufsleben und von ihrem Leben nachzudenken.

  • Berufsorientierungstage:

Hier stehen in drei Projekttagen in Klasse 8 Besuche in verschiedenen Betrieben und im BIZ auf dem Programm als auch Bewerbungen und die Fragen „Was kann ich gut? Was mag ich? Wie und wo möchte ich arbeiten?“

  • Berufsorientierungs- und Berufseinstiegsbegleitung durch außerschulische Kooperationspartner:

In den Klassen 7 und 8 haben wir ein besonderes Augenmerk auf Kinder, welche die Schule aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem ESA (Erster Allgemeinbildender Abschluss) verlassen werden: In enger Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern helfen wir bei der beruflichen Orientierung und ermöglichen so einen optimalen Übergang in das Berufsleben

  • Kurse zur Berufsorientierung im zweiten Wahlpflichtfach:

Im Rahmen des zweiten Wahlpflichtfachs bieten wir in Klasse 8 auch Kurse zur Berufsorientierung (z.B. „Berufsorientierung“ oder „SchĂŒlerfirma“). Außerdem absolvieren SchĂŒlerinnen und SchĂŒler hier ein begleitetes Langzeitpraktikum, das im Idealfall die BrĂŒcke zu einer Ausbildung schlĂ€gt.

  • zweiwöchige Praktika:

In Klasse 9 absolvieren alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein zweiwöchiges Betriebspraktikum, in dem es darum geht, in das Arbeitsleben hineinzuschnuppern; dies wird im Fach Weltkunde vor- und nachbereitet. In Klasse 12 folgt dann fĂŒr die OberstufenschĂŒler das zweiwöchige Wirtschaftspraktikum, das in den WiPo-Unterricht eingebettet ist.

  • GirlsÂŽand BoysÂŽ Day:

Wir heißen den „GirlsÂŽ and BoysÂŽ Day” gut, weil er Kindern und Jugendlichen eine Gelegenheit gibt, in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Deshalb motivieren wir unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, daran teilzunehmen.

  • Berufsberatung fĂŒr alle Interessierten:

Die Berufsberatung des BIZ hĂ€lt regelmĂ€ĂŸig bei uns im Hause Sprechstunden fĂŒr die Berufs- und die Studienberatung ab. So haben die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler kurze Wege und können die Hemmschwelle leichter ĂŒberwinden; außerdem bekommen sie brandaktuelle, verlĂ€ssliche Informationen.

  • Besuch der Messen „Nordjob“ und „Nordbau“ sowie der „Studieninformationstage“ und der „MNU-Tagung“ (MNU = Mathematik und Naturwissenschaft im Unterricht). Unsere Technik-Kurse besuchen regelmĂ€ĂŸig die „Nordbau“ und wir ermutigen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der JahrgĂ€nge 9-13, zur „Nordjob“ zu gehen; dafĂŒr stellen wir sie vom Unterricht frei. Außerdem besuchen die 12. Klassen die „Studieninformationstage“ an der Kieler UniversitĂ€t und die naturwissenschaftlichen Profile bilden sich auf der „MNU“-Tagung fort.

 

Neue Erfahrungen ermöglichen

Unsere Schule ermöglicht es, Neues auszuprobieren und bereichernde Erfahrungen zu machen, denn dies ist die Voraussetzung fĂŒr eine umfassende Bildung und Persönlichkeitsentwicklung.

Wir sind offen fĂŒr alle Formen des jahrgangs- und fĂ€cherĂŒbergreifenden Projektunterrichts.

Denn das Lernen „mit Kopf, Herz und Hand“ ist bekanntermaßen ausgesprochen nachhaltig und stĂ€rkt nicht nur die Fach-, sondern auch die Sozial-, die Methoden- und die Selbstkompetenz. Das gilt in besonderem Maße, wenn unterschiedliche Altersgruppen miteinander arbeiten.

  • Vorhabenwoche:

Um das projektartige Arbeiten voranzubringen, halten wir einmal im Jahr eine Vorhabenwoche ab, in der die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sukzessive die verschiedenen Arbeitstechniken erlernen, die zur erfolgreichen DurchfĂŒhrung eines Projekts notwendig sind.

  • Profiltage und Profilfahrten:

In den Profilen der Oberstufe halten wir regelmĂ€ĂŸig Profiltage ab, an denen ein Thema fĂ€cherĂŒbergreifend aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erkundet wird. DarĂŒber hinaus gehen viele Profilklassen regelmĂ€ĂŸig auf Profilfahrten, auf denen fĂ€cher- und jahrgangsĂŒbergreifend an einem anderen Ort gelernt wird (z.B. fahren die Geschichtsprofile nach NĂŒrnberg und Potsdam, um Geschichte vor Ort zu erkunden).

  • Volkstrauertag in NeumĂŒnster:

Im Jahre 2014 konzipierte die Stadt NeumĂŒnster die jĂ€hrliche Gedenkfeier zum Volkstrauertag neu: Man wollte junge Leute dabei haben. Als erste Schule erklĂ€rten wir uns bereit, eine Gruppe von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern den Hauptbeitrag zu diesem Anlass gestalten zu lassen. In den Folgejahren kamen zwei hiesige Gymnasien dazu, sodass heute diese Feierstunde im Wechsel von allen drei Schulen gestaltet wird. FĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ist das die Chance, mit einem echten Projekt an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

Wir bieten als gebundene Ganztagsschule vielfĂ€ltige Lernanregungen auch außerhalb des Unterrichts an.

Denn unsere Schule soll ein Ort sein, an dem man sich wohl fĂŒhlt und an dem man sich in seiner ganzen Persönlichkeit entwickeln kann. Hier können Kinder Seiten an sich entdecken und entwickeln, die im regulĂ€ren Unterricht vielleicht zu kurz kommen.

  • Neigungsgruppen:

In der Mittagspause bieten wir ĂŒber 40 verschiedene Neigungsgruppen an, in denen man sich sportlich, kreativ oder handwerklich ausprobieren kann, ganz ohne Leitungsdruck. Die Teilnahme an mind. einer Neigungsgruppe ist fĂŒr die JahrgĂ€nge 5 und 6 verpflichtend; fĂŒr höhere JahrgĂ€nge, deren Mittagspause kĂŒrzer ist, ist die Teilnahme freiwillig.

Die Leitung einer Neigungsgruppe liegt in der Hand einer Lehrkraft, eines Mitglieds des SchulpĂ€dagogischen Teams oder eines Elternteils, aber auch Ă€ltere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler können Gruppen anbieten und auf diesem Weg einen Baustein fĂŒr ihre Jugendgruppenleiterausbildung erwerben.

  • SchulbĂŒcherei und Spielothek:

In der BĂŒcherei kann man in Ruhe neue BĂŒcher entdecken und fĂŒr Referate o.Ä. recherchieren. In der „Spielo“, die von dem SchulpĂ€dagogischen Team geleitet wird, kann man bei Unterrichtsausfall in der 1. Stunde sowie in der Mittagspause mit anderen zusammen spielen und ganz neue Spiele kennenlernen.

  • Projektwoche:

Unmittelbar vor den Sommerferien findet bei uns die Projektwoche mit sehr vielen verschiedenen Angeboten aus den Bereichen Sport, Gestaltung, Tanz und Theater, Naturwissenschaft, Expedition statt.

  • Schulfeste:

Den Zusammenhalt auch durch Feste zu fördern, ist uns ein großes Anliegen. Deshalb halten wir jedes Jahr ein Weihnachtskonzert in der Anscharkirche ab und das „Open Air“ in unserer Schule, außerdem alle zwei Jahre den Weihnachtsbasar. FĂŒr die Unterstufe organisiert die SV jedes Jahr eine Halloween-Party.

 

Wir heißen das „Lernen am anderen Ort“ gut.

Denn durch Wandertage, Exkursionen und Klassenfahrten findet soziales und fachliches Lernen besonders intensiv und nachhaltig statt: Kinder und Jugendliche können ihre „Komfortzone“ verlassen und daran wachsen. Das vermittelte Fachwissen verankert sich viel nachhaltiger als im Klassenraum.

  • Wandertage, Exkursionen und Klassenfahrten

Wir gehen in den Klassen 5, 6, 8 und 12 verbindlich auf Klassenfahrt, außerdem fahren viele Klassen auch am Ende des 10. Jahrgangs. ZusĂ€tzliche finden in der Oberstufe themengebundene Profilfahrten statt. Auch eintĂ€gige AusflĂŒge und Exkursionen schĂ€tzen wir sehr.

Damit trotz der vielen außerhĂ€uslichen AktivitĂ€ten der regulĂ€re Unterricht kontinuierlich und in Ruhe stattfinden kann, haben wir die „offenen und geschlossenen Wochen“: Diese definieren, wann Lerngruppen unterwegs sein dĂŒrfen und wann ausschließlich in der Schule gearbeitet wird.

Wir achten darauf, Eltern nicht ĂŒber GebĂŒhr finanziell zu belasten. Deshalb haben wir die Budgets fĂŒr Klassenfahrten verbindlich limitiert.

  • Schullandheim in Gulde:

Unsere Schule besitzt und pflegt ein eigenes Schullandheim: ein altes Schulhaus in Gulde, einem Dorf nahe Kappeln, das Platz fĂŒr eine Klasse bietet. An diesem herrlichen Ort ist eine Klasse ganz fĂŒr sich und organisiert ihren Alltag selbst, Kochen und Putzen inbegriffen. Alle 5. Klassen fahren hierher, um sich nĂ€her kennen zu lernen, aber auch Ă€ltere JahrgĂ€nge kommen gerne nach Gulde (z.B. fĂŒr die Abiturvorbereitung).

  • Englandfahrt:

Jedes Jahr wĂ€hrend der Projektwoche gehen wir mit einer großen Gruppe von Freiwilligen aus dem 9. Jahrgang auf Fahrt nach England. Hier können die Teenager ihre Sprachkenntnisse erproben und ihren Horizont erweitern.

  • China-Austausch:

Seit 2015 unterhalten wir einen SchĂŒleraustausch mit der Taizhou Experimental School in Taizhou, einer Stadt im Westen Chinas, etwa fĂŒnf Autostunden von Shanghai entfernt. Im Rahmen dessen haben wir im Zweijahresrhythmus chinesische Gruppen zu Gast und SchĂŒlerinnen und SchĂŒler von uns reisen in die Volksrepublik. Mit diesem Blick in eine fĂŒr sie sehr fremde Welt können unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihren Blick auf die Welt erheblich erweitern und eine neue, reflektiertere Sicht auf ihre eigene Lebenswirklichkeit entwickeln.

Wir schreiben Musik, Kunst und Theater groß.

Denn  wer zusammen mit anderen musiziert oder auf der BĂŒhne steht, kann sich selbst völlig neu erleben und Selbstbewusstsein aufbauen. Hier wird die TeamfĂ€higkeit ebenso gefördert wie Konzentration und Anstrengungsbereitschaft. FĂŒr den Reifeprozess von Kindern und Jugendlichen sind solche Erfahrungen ungemein wertvoll. Bisher haben rund 5500 Kinder und Jugendliche an unseren Musik- und Theaterprojekten teilgenommen, einige von ihnen sogar bei Theaterwettbewerben auf nationaler Ebene.

  • Musikgruppen:

Praxisorientierte Arbeit mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern findet bei uns nicht nur im Unterricht statt, sondern auch, je nach Neigung und Interesse, in den Chören der verschiedenen Jahrgangsstufen, dem Schulorchester, der Big Band und der Schulband. FĂŒr die Erwachsenen gibt es den ELCH, den Eltern-Ehemaligen-Lehrer-Chor. Alle Ensembles treten regelmĂ€ĂŸig sowohl schulintern als auch öffentlich auf und prĂ€gen dadurch das Bild einer musikaktiven Schule.

  • Musicalprojekte:

Durch die Zusammenarbeit von Musik, Kunst und Darstellendem Spiel entstehen immer wieder große Musical- oder Show-Projekte, in denen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihre darstellerischen FĂ€higkeiten auf der BĂŒhne unter semi-professioneller Leitung ausprobieren können. Dabei steht ihnen ein hochkompetentes Team aus SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern und LehrkrĂ€ften zur Seite, das in der Lage ist, vielfĂ€ltige technische Ausstattungselemente auf der schuleigenen TheaterbĂŒhne in die Tat umzusetzen.

  • Theaterprojekte:

In unseren Theaterprojekten schließen sich Freiwillige zusammen, um außerhalb des Unterrichts ein StĂŒck auszuarbeiten und auf die BĂŒhne zu bringen. Von der hohen QualitĂ€t dieser Arbeiten kann man sich regelmĂ€ĂŸig in den öffentlichen AuffĂŒhrungen ĂŒberzeugen.

  • Darstellendes Spiel:

Als zweites Wahlpflichtfach bieten wir immer Darstellendes Spiel an. Mit inzwischen drei dafĂŒr ausgebildeten LehrkrĂ€ften sind wie hier gut aufgestellt. Ab 2018 bieten wir Darstellendes Spiel auch in der Oberstufe an. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler lernen dabei, in allen Bereichen einer Theaterproduktion verantwortungsbewusst und selbststĂ€ndig zu arbeiten. Dabei ist uns der Gruppenprozess ebenso wichtig wie die fertige Vorstellung, und wir legen Wert darauf, dass aus allen Kursen öffentliche AuffĂŒhrungen hervorgehen.

  • Kunst:

Die gut ausgestatten MaterialrĂ€ume und unsere studierten KunstlehrkrĂ€fte eröffnen die Möglichkeit zu einem durchgĂ€ngigen Lernangebot in allen Klassenstufen. Neben den klassischen analogen Medien werden auch zunehmend digitale Techniken vermittelt (z.B. Trickfilm, EDV mit Game Design, Video- und Bildbearbeitung). Außerdem können die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ihre Kompetenzen in den zahlreichen Neigungsgruppen und Projekten, die sich mit kĂŒnstlerischen und kunsthandwerklichen Arbeitsbereichen auseinandersetzen (z.B. Töpfern und Buchbinden), erweitern und vertiefen.

Eine enge Zusammenarbeit mit außerschulischen BildungsstĂ€tten wie der Gerisch-Stiftung und der NordArt initiieren die Auseinandersetzung mit aktuellen zeitgenössischen Fragestellungen. WĂ€hrend der nahe gelegene Gerisch-Park mit seinen themenorientierten Ausstellungen von allen Klassenstufen besucht wird, fahren zur NordArt traditionell die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler aus der zehnten Klasse

 

Wir geben dem Sport einen großen Raum.

Denn der Schulsport leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstkompetenz, zum Sozialen Lernen und zur Gesundheitserziehung. Außerdem kann er Anregungen fĂŒr die Freizeitgestaltung geben. DarĂŒber hinaus hat er gerade an einer gebundenen Ganztagsschule die wichtige Funktion, einen Ausgleich zum vielen Sitzen zu schaffen und den Bewegungsdrang zu kanalisieren.

  • schulweite Sportveranstaltungen:

In den Unterricht eingebunden werden die Teilnahme am Crosslauf, die Spieleturnierwochen, der Sponsorenlauf, die Abenteuersporttage, die von den Sportprofilen der Oberstufe fĂŒr die Kleinen organisiert werden, und das Sportfest.

  • Sportabzeichen:

Mehrere hundert SchĂŒlerinnen und SchĂŒler legen bei uns jedes Jahr das Sportabzeichen ab. Damit sind wir eine der „sportlichsten“ Schulen in Schleswig-Holstein!

  • Sportklassen:

In jedem Jahrgang haben wir außerdem eine Sportklasse (Jahrgang 5-10) bzw. ein Sportprofil (Jahrgang 11-13) fĂŒr Kinder und Jugendliche, die sich gern bewegen und sportlich breit interessiert sind.

  • Schulmannschaften:

Wir trainieren Schulmannschaften im Fußball, Handball, Volleyball und im Badminton in allen JahrgĂ€ngen, und viele davon sind auf Landesebene erfolgreich.

  • Wassersportarten:

Im Wassersportzentrum der Schulen NeumĂŒnsters am Einfelder See sind wir fest etabliert und haben Sportarten wie Segeln, Kajak- und Kanufahren sowie SUP (Stand-up-Paddeln) fest in unserem Neigungsgruppenangebot verankert.

  • StĂŒtzpunktschule fĂŒr Badminton:

Seit 2015 sind wir „Kooperationsschule Talentförderung im Sport mit dem Schwerpunkt Badminton“. Ziel ist es, die schulische Ausbildung mit der sportlichen Begabung zu verbinden und die vertiefte sportliche Ausbildung schulartĂŒbergreifend durchzufĂŒhren.

 

Wir verankern uns in außerschulischen Netzwerken und kooperieren mit außerschulischen Partnern.

Denn uns ist es wichtig, dass unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wie auch Lehrerinnen und Lehrer ihren Horizont erweitern und dass Schule einen guten Kontakt zu anderen Bildungseinrichtigen der Stadt pflegt.

  • „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“[5]
  • Gerisch-Stiftung:

Seit 2012 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen unserer Schule und der Gerisch-Stiftung, die zum Ziel hat, das museumspÀdagogische Vermittlungsprogramm der Stiftung in den Kunst- und anderen Unterricht zu integrieren.[6]

  • Jugendverband NeumĂŒnster (JVN):

Wir arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich mit dem JVN zusammen: Wir kooperieren in der Berufsorientierung und in der Ausbildung von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern zu Jugendgruppenleitungen.

  • Grundschulen:

Seit 2015 arbeiten wir eng mit der Grundschule in BönebĂŒttel zusammen. Nach dem peer-to-peer-Prinzip fĂŒhren unsere SchĂŒlerinnen und SchĂŒler die Kleinen vor allem an die Naturwissenschaften heran. Dabei lernen beide Seiten viel: die einen Geduld und das Herunterbrechen des Lernstoffs, die anderen Neues ĂŒber die Welt.

 

  • „Transfer Wissenschaft – Schule“:

Seit 2013 sind wir StĂŒtzpunktschule im Projekt „Transfer Wissenschaft – Schule“, das zum Ziel hat, LehrkrĂ€fte in den Naturwissenschaften immer auf dem neuesten Stand der Forschung zu halten.

  • „Europa macht Schule“:

Seit 2017 nehmen wir als Mitglied im Netzwerk „Europa macht Schule“ regelmĂ€ĂŸig Studierende aus anderen LĂ€ndern bei uns auf, die unseren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern die Kultur ihrer jeweiligen Heimat nahebringen. So können wir zum toleranten Umgang mit Fremden beitragen.

 

Soziales und politisches Engagement fördern

Unsere Schule unterstĂŒtzt politisches und soziales Engagement, denn die Kinder und Jugendlichen von heute gestalten unsere gesellschaftliche und politische Zukunft.

  • „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“:

Seit 2008 Mitglied im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu sein, bedeutet fĂŒr uns eine große Selbstverpflichtung, das Thema im Schulalltag prĂ€sent zu halten. Deshalb haben wir institutionell verankert, dass wir in jedem Jahrgang mindestens einmal im Jahr ein Projekt zu diesem Thema durchfĂŒhren. Denn die Erziehung zu Respekt und Toleranz ist eines unserer Kernanliegen.

  • SchulsanitĂ€ter:

Sich als SanitĂ€ter fĂŒr andere einzusetzen, gehört zu den Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung enorm voranbringen. In manchen FĂ€llen haben sich daraus sogar berufliche Perspektiven ergeben. Bei uns gibt es ein gut aufgestelltes und etabliertes Team von SchulsanitĂ€tern, von denen die jĂŒngsten in die 6. Klasse gehen, die Ă€ltesten in den 13. Jahrgang. Sie werden von zwei Kollegen betreut. Die Gruppe arbeitet eng mit dem DRK-NeumĂŒnster zusammen und wird von den Profis regelmĂ€ĂŸig fortgebildet.

  • SchĂŒlervertretung:

Die SV ist an unserer Schule gut aufgestellt und besteht aus SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern aller JahrgĂ€nge. Sie bereichert das Schulleben mit Events wie z.B. der Nikolausaktion und der Halloween-Party. Außerdem ist sie in allen Gremien vertreten und wird mit ihren Anliegen von der Schulleitung, dem Kollegium und auch den Eltern ernst genommen und unterstĂŒtzt, denn die Erziehung zu demokratischer Mitbestimmung ist eines unserer Kernanliegen.

  • Lernpaten:

Im Rahmen des Programms „Schleswig-Holstein inklusive Begabungsförderung“ (SHiB) bilden wir Lernpaten aus, die jĂŒngeren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern helfen, das regelmĂ€ĂŸige Lernen und Nacharbeiten des Unterrichtsstoffs zu schaffen. Denn dieses peer-to-peer-Lernen bringt beide Seiten weiter, fachlich wie auch persönlich.

  • Klassenpaten:

Viele unserer 5. Klassen werden nicht nur von den Erwachsenen betreut, sondern sie haben auch Ă€ltere SchĂŒlerinnen oder SchĂŒler als Klassenpaten, denn diese peer-to-peer-Beziehung bringt beide Seiten weiter, vor allem zwischenmenschlich: Kinder und Jugendliche können erfahren, wie sinnvoll und beglĂŒckend es ist, sich fĂŒr andere einzusetzen.

  • Jugend debattiert:

Seit 2011 nehmen wir regelmĂ€ĂŸig am Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil, denn die Erziehung zur demokratischen Mitbestimmung ist eines unserer Kernanliegen.

  • Podiumsdiskussionen und Juniorwahl zu Wahlen:

Vor jeder Wahl organisieren unsere WiPo-Profile fĂŒr die gesamte Oberstufe Podiumsdiskussionen mit den Vertretern der Parteien und ermuntern so die Jugendlichen, von ihren demokratischen Rechten Gebrauch zu machen. Außerdem nehmen wir regelmĂ€ĂŸig an der „Juniorwahl“ teil, die ebenfalls von den WiPo-Profilen organisiert wird.

  • Sozialer Tag:

Wir heißen die Teilnahme am Sozialen Tag ausdrĂŒcklich gut, denn die Erziehung zu sozialem Engagement ist eines unserer Kernanliegen.

  • Blutspenden:

Wir veranstalten jedes Jahr eine Blutspendeaktion in der Schule, denn die Erziehung zu sozialem Engagement und dem Blick auf das Gemeinwohl gehört zu unseren Kernanliegen.



[1] siehe unter „Berufsorientierung“

[2] siehe dazu in Kapitel 3.5, „Neue Erfahrungen ermöglichen“

[3] siehe dazu in Kapitel 3.5, „Soziales und politisches Engagement fördern“

[4] siehe dazu in Kapitel 3.5, „Neue Erfahrungen ermöglichen“

 

Das haben wir vor

Unsere Schule entwickelt sich, unter anderem bedingt durch gesellschaftliche Entwicklungen und ministerielle VerĂ€nderungen, immer weiter. FĂŒr die kommenden Jahre stehen folgende Bereiche im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit:

4.1   Die Digitalisierung voranbringen

Unsere Schule in das digitale Zeitalter zu fĂŒhren, ist das erklĂ€rte Ziel des „Arbeitskreis Medien“, einer Gruppe, die sich aus Mitgliedern des Kollegiums, der SchĂŒlerschaft, der Elternschaft, des SchulpĂ€dagogischen Teams und der Schulleitung zusammensetzt. Der Arbeitskreis hat ein Medienkonzept entwickelt, mit dem wir 2017 „Modellschule fĂŒr digitales Lernen in Schleswig-Holstein geworden sind. Sein Anliegen ist die nachhaltige Vermittlung, Sicherung und Weiterentwicklung von Medienkompetenz bei den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern wie auch bei den LehrkrĂ€ften. Die Chancen und Risiken der Nutzung digitaler Medien sollen bewusst gemacht und alle zu einem sicheren Umgang mit den Medien und zu ihrer aktiven und ethischen Mitgestaltung befĂ€higt werden.

Um weitere Gelder fĂŒr die Umsetzung des Konzepts zu bekommen, hat der Arbeitskreis zusammen mit der Sportfachschaft einen regelmĂ€ĂŸig stattfindenden Sponsorenlauf ins Leben gerufen, dessen Erlös zu einem großen Teil in die Ausstattung unserer Schule mit neuen Medien fließt.  Der nĂ€chste Schritt besteht darin, das Kollegium fit zu machen fĂŒr den Einsatz moderner Medien im Unterricht. DafĂŒr ist u.a. ein Schulentwicklungstag im Schuljahr 2017/18 in Vorbereitung.

Das Vorantreiben der digitalen Ausstattung unserer KlassenrÀume, die Motivierung und Fortbildung der LehrkrÀfte und die Verankerung der Medienerziehung im Unterricht und die Ausbildung von MedienScouts sind zentrale Ziele der kommenden Jahre.

 

4.2      Die Berufsorientierung ausbauen

In unseren Augen ist eine gute Berufsorientierung in der Schule wichtiger denn je, denn die Vielzahl der möglichen Ausbildungs- und StudiengĂ€nge ĂŒberfordert viele. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Jugendliche den Schritt ins Leben fĂŒrchten und lange zu Hause wohnen bleiben und dass in den Zeiten der Casting-Shows manche denken, eine Ausbildung sei ohnehin ĂŒberflĂŒssig.

Niemand soll unsere Schule verlassen, ohne zu wissen, wie es fĂŒr ihn oder sie weitergeht! Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen sich rechtzeitig und regelmĂ€ĂŸig mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen und dass wir denjenigen, die wenig UnterstĂŒtzung haben, bei diesem Prozess unter die Arme greifen. Unser System der Berufsorientierung zu verbessern und zu verfeinern, ist ein zentrales Ziel der kommenden Jahre.

4.3   Die Binnendifferenzierung weiterentwickeln

Unser System der Mischung aus Ă€ußerer Differenzierung und gemeinsamem Unterrichten hat sich ĂŒber viele Jahrzehnte bewĂ€hrt und ist gut etabliert. Wir haben reichhaltige Erfahrung, in heterogenen Lerngruppen allen Lernniveaus gerecht zu werden. Bedingt durch die EinfĂŒhrung der Inklusion und die Abschaffung der Übertragungsnoten mĂŒssen wir dennoch ĂŒber Binnendifferenzierung neu nachdenken.

Wir haben darauf bereits mit Schulentwicklungstagen zu den Themen „Inklusion“ und „Binnendifferenzierung“ reagiert. Außerdem haben wir den Fachgruppen viel Zeit eingerĂ€umt, ausgehend von den neuen Fachanforderungen Erfahrungen mit der Differenzierung auszutauschen und Ideen zu entwickeln. HierfĂŒr weiterhin Raum zu geben und zu guten Konzepten zu kommen, ist ein zentrales Ziel der kommenden Jahre.

4.4   Die PrÀvention weiterentwickeln

Unsere PrĂ€ventionsarbeit[1] speist sich aus verschiedenen Quellen: gesellschaftlichen Schwerpunktthemen, der Mitgliedschaft im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und der Arbeit des SchulpĂ€dagogischen Teams.

Im Laufe der Jahrzehnte ist daraus ein breites Netz an PrĂ€ventionsmaßnahmen entstanden, dessen einzelne Bestandteile wir fĂŒr gut und wichtig halten.

Diese Vielfalt an PrĂ€ventionseinheiten wollen wir nun bĂŒndeln und in Beziehung zueinander setzen. Die Themen sollen idealer Weise wiederkehrend aufeinander aufbauen, um besser nachhaltig wirken zu können. Ein solches PrĂ€ventionskonzept zu erarbeiten, ist ein zentrales Ziel der kommenden Jahre.



[1] siehe dazu in Kapitel 3.5, „VielfĂ€ltige UnterstĂŒtzung geben“