ELCH

Seit über 25 Jahren heißt es, sich montags zum E.L.CH (auf)zumachen. Die Klärung für die seltsame Abkürzung ist folgende: E= Eltern und Ehemalige und L = Lehrer/innen treffen sich  zum CH=Chorgesang. Diese gute Tradition ist vom Musiklehrer Christian Schröder begründet, gepflegt und aufrecht erhalten worden.
Mehr als tausend Montagabende (von 19 – 21 Uhr) sind unverdrossen und erfolgreich genutzt worden. Die Teilnehmer werden von Christian Schröder am Klavier, Flügel oder Keyboard begleitet.
Klassenräume und Kirchenmauern, Probenräume und Pausenhallen, Theaterbühnen und Terrassen in ganz Schleswig-Holstein sind die Bühnenen des E.L.CH.
Generationen von Eltern,  Ehemaligen, Lehrern und Schülern sind so zu Singgemeinschaften integriert worden.

ELCH

 

Aus der Geschichte des ELCH:
Der ELCH wurde singend und manchmal auch spielend erlebt, zum Beispiel als Unterweltpersonal in Offenbachs „Orpheus“*, als streunende Katzenmusiker aus dem Musical „Cats“* und als Revival-Sänger unter anderem für Beatles und Beach Boys.  Benjamin Britten und Bela Bartok gab’s auch. Bernstein und Brahms nicht zu vergessen. Der vertonte den Stoßseufzer: „Nein, es nicht auszukommen mit den Leuten“*, in den der Dirigent gelegentlich einstimmte. – Christian Schröder hat den ELCH überall hin gelockt. Das Motto hieß: „Donkey riding over the bumpy road“*. Zum Beispiel sonntags zum Gottesdienst in die Dorfkirche von Toestrup in Angeln, unweit des IGS-Schullandheims. Die nicht anwesende Gemeinde sang und trank zur gleichen Zeit  auf Bürgermeisters Geburtstag. Das tat dem Enthusiasmus aber keinen Abbruch. Bei den anschließenden Proben zum Friedensprojekt* haben die Sänger sich in Gulde um so mehr ins Zeug gelegt. Das Weihnachtsoratorium* bekam seinen letzten Schliff am Ratzeburger See. Nicht zu vergessen ein gemeinsames Wochenende mit dem Chor des Heikendorfer Gymnasiums in der Jugendherberge am Westensee. Weil die Chöre bei der „Carmina Burana“ * noch nicht hundertprozentig taktfest waren, sperrten Christian Schröder und Heino Tangermann sie „zur Strafe“ mit ca. 80 Sängern und dem gesamten Schlagzeug¬ensemble wie Käfighühner in einen Klassenraum der Kieler Musikschule. Obwohl die Fenster aus Lärmschutzgründen geschlossen blieben, haben es die Elche überlebt.
Zwei wunderbare Konzerte waren der Lohn:  in der Gaardener Kirche und im  Theater in der Stadthalle. Mehrfach nahm der Chor dort auch an „NeumĂĽnster singt und spielt“ teil.   Klassenkämpferisch gab er sich – historisch getreu -  bei der Eröffnung des Museums Tuch+Technik mit der Achtstunden-Marseillaise*.  Dass  bei anderer Gelegenheit der nahe gelegene  Teich singend umrundet wurde, ist auch schon Geschichte. Die Spritzer aus den GehwegspfĂĽtzen zählen dabei im weitesten Sinne zu den Kunstflecken.
In der Anscharkirche ist der Chor Jahr für Jahr zu Gast.  Erst wenn Orgel, Posaunen, Elche, Chorios, Eltern und Kinder gemeinsam die Kirchenmauern in Schwingungen versetzt haben und die Schauer auf den Rückenpartien Achterbahn gefahren sind, dann „ is  Wiehnachten wiss nich mehr wiet“.
Viele andere Kirchen haben den Chor auch beherbergt. Die Revierkarte des ELCH hat zahlreiche Kreuze: In Neumünster die Anschar-, Vicelin-, Bugenhagen-, Bonhoeffer-, Johanneskirche; in Hohenwestedt die Peter und Paulskirche; in Lübeck: St. Aegidien, St. Jürgen,  St. Martin; in Kiel: St. Johannes und St. Nikolai am Alten Markt.
„Our father in heaven“ und „Mass of Joy“ von Grössler, die cis-Moll-Messe von Vierne und das Weihnachtsoratorium von Bach sind einige der größeren Einstudierungen, die in wechselnden Kooperationen stattfanden.
Aber der ELCH ist nicht denkbar ohne die vielfältige  Auswahl eines musikalischen Gemischtwarenladens, das von  Camelot, über Kakteen, (klein und grün)*, zur Lou Lila bis hin zur Westside Story und der Fair Lady reichen.  -  Solange der ELCH-Chor und sein Dirigent dem Motto „Close To You“ und „I’d like to teach the world to sing“  folgen, bleibt er „With a little bit of luck“ lebendiger Bestandteil des Schullebens, damit man   weiterhin „Thank you for the Music“  singen und sagen  kann. Der ELCH will sich auch im kommenden Jahrzehnt der IGS  zugehörig fühlen.

Weitere Fotos

ELCH