Anmeldezahlen fĂŒr die weiterfĂŒhrenden Schulen sind konstant gut

13. April 2017 | Von | Kategorie: Jahrgangsstufe 5/6, Lesenswertes

Die noch vor einigen Jahren gemalten Szenarien von einem massiven RĂŒckgang der SchĂŒlerzahlen bewahrheiten sich nicht. NeumĂŒnster wĂ€chst durch Zuzug. Das fĂŒhrt zu steigenden ErstklĂ€sslerzahlen, und auch die Zahl der SchĂŒler, die im Sommer auf eine weiterfĂŒhrende Schule wechseln, bleibt nahezu konstant. Das zeigen die Anmeldezahlen fĂŒr die 5. Klassen an den sechs Gemeinschaftsschulen und den vier Gymnasien.

Das Anmeldeverfahren ist nach der BerĂŒcksichtigung von Zweit- und Drittwunsch abgeschlossen. „In NeumĂŒnster sind alle weiterfĂŒhrenden Schulen gut nachgefragt. An keinem Standort hat es gegenĂŒber dem Schuljahr 2016/17 erhebliche VerĂ€nderungen gegeben“, sagte Schulrat Jan Stargardt.

Die SchĂŒlerzahlen bleiben mit 874 gegenĂŒber dem Vorjahr (884) nahezu unverĂ€ndert, so Stargardt. Geringe Verschiebungen habe es zwischen den Schularten gegeben: So sind die Aufnahmen am Gymnasium leicht rĂŒcklĂ€ufig (414/395), stiegen aber an den Gemeinschaftsschulen geringfĂŒgig (470/479).

Bei den beiden ehemaligen Gesamtschulen (mit Oberstufe) ist die Nachfrage traditionell höher als die KapazitĂ€t. An der GS Faldera ĂŒberstiegen die ErstwĂŒnsche mit 124 die KapazitĂ€t von 92 deutlich, sodass es 32 Ablehnungen gab. Ähnlich sieht es an der GS Brachenfeld mit 164 AnmeldewĂŒnschen aus, von denen 26 abgelehnt werden mussten, da es nur 138 PlĂ€tze gibt.

Luft nach oben gab es an der Freiherr-vom-Stein-Schule mit nur 60 ErstanmeldewĂŒnschen bei 92 PlĂ€tzen und an der Wilhelm-Tanck-Schule mit 32 Erstanmeldungen bei 66 PlĂ€tzen. Beide Schulen haben auch nach der dritten Anmelderunde noch 20 beziehungsweise 21 PlĂ€tze frei. Bei den Gymnasien ist vor allem die Alexander-von-Humboldt-Schule gefragt. Sie konnte aber alle 124 AnmeldewĂŒnsche berĂŒcksichtigen. An der Holstenschule gibt es die grĂ¶ĂŸten freien KapazitĂ€ten.

Dass NeumĂŒnster ein Oberzentrum mit wichtigen Funktionen fĂŒr das Umland ist, zeigen einmal mehr die Gymnasien: Sie profitieren deutlich von der Nachfrage auswĂ€rtiger SchĂŒler. Deren Anteil bei den kommenden FĂŒnftklĂ€sslern steigt mit 178 SchĂŒlern auf 45 Prozent. An der Humboldt-Schule kommen sogar drei von vier SchĂŒlern aus dem Umland. An den Gemeinschaftsschulen hat sich der Anteil der AuswĂ€rtigen im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert und betrĂ€gt nun nur noch knapp 13 Prozent.

Bemerkenswert ist der Anteil der SchĂŒler mit Förderbedarf. 66 MĂ€dchen und Jungen mit „Förderbedarf Lernen“ werden im neuen Schuljahr in „Integrations-Klassen“ gemeinsam unterrichtet. Das ist laut Stargardt ein Rekord. Diese I-Klassen haben maximal 20 SchĂŒler. „Beim Förderbedarf Lernen ist es jetzt schon der Regelfall, dass die FörderschĂŒler im gemeinsamen Unterricht sind“, so Stargardt: „Hier ist die Inklusion schon sehr weit fortgeschritten.“

Stargardts Fazit zu den FĂŒnftklĂ€ssler-Anmeldungen lautete: „Kein Schulstandort muss sich Sorgen machen. Die KapazitĂ€t stimmt mit dem Bedarf ĂŒberein.“

Anmeldungen FĂŒnftklĂ€ssler 2017/2018 im Überblick:

Gemeinschaftsschulen:

  •  Freiherr-vom-Stein-Schule:  72 SchĂŒler (Vorjahr: 61)
  •  Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld: 66 SchĂŒler (Vorjahr: 61)
  •  Hans-Böckler-Schule:  66 SchĂŒler (Vorjahr: 67)
  •  Wilhelm-Tanck-Schule:  45 SchĂŒler (Vorjahr: 44)
  •  GS Faldera mit Oberstufe: 92 SchĂŒler (Vorjahr: 93)
  •  GS  Brachenfeld mit Oberstufe:  138 SchĂŒler (Vorjahr: 144)

Gymnasien:

  •  Alexander-von-Humboldt-Schule:  124 SchĂŒler (Vorjahr: 130)
  •  Immanuel-Kant-Schule: 87 SchĂŒler (Vorjahr: 88)
  •  Holstenschule: 80 SchĂŒler (Vorjahr: 99)
  •  Klaus-Groth-Schule: 104 SchĂŒler (Vorjahr: 97)

Text: Rolf Ziehm

Quelle: http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/fast-jeder-zweite-gymnasiast-kommt-aus-dem-umland-id16563096.html

Bericht von 2016: http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/weniger-anmeldungen-an-gymnasien-id13088446.html

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